Heimatreise 2011

Unsere Reise in Die Heimat – 2011

Liebe Heimatfreunde,

Nun liegt sie schon wieder einige Wochen hinter uns, unsere diesjährige Heimatreise. Ich kann ohne Übertreibung sagen, dass auch diese Fahrt wieder sehr, sehr schön war. Danke an alle Mitreisenden und unsere Reiseagentur Schmidt.

Hier ein kurzer Bericht:

Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten und Orten wie Cadinen, der Marienburg, Frauenburg, Elbing und am Ende der Reise einer Rundfahrt durch die Masuren besuchten wir natürlich vor allem den Kreis Heiligenbeil.

Im südlichen Teil machten wir eine schöne Rundfahrt mit Abstechern nach Tiefensee, Lichtenfeld und Schönwalde. Dort fanden wir einen verwilderten deutschen Friedhof, auf dem auch noch einige Grabsteine vorhanden waren. In Eisenberg schauten wir bei Frau Wermke vorbei und besichtigten die Kirche.

SONY DSC                       In Heiligenbeil besuchten wir den Ehrenfriedhof und legten dort ein Blumengesteck nieder. Im vergangenen Jahr wurden unmittelbar neben dem Ehrenfriedhof auf einer Obstbaumwiese über 600 Soldatengräber gefunden, die nun aus- und umgebettet wurden. Darüber wurde durch die deutsche Kriegsgräberfürsorge in Kassel berichtet. Auch in unserem neuen Heimatblatt kann man sich darüber informieren.

Ein Höhepunkt der Reise war die Besichtigung des Werkes der Firma Hipp in Heiligenbeil. Das erste Mal durfte sich eine deutsche Reisegruppe im Werk umsehen. Wir wurden durch eine Assistentin der Geschäftsführung und einen leitenden Angestellten freundlich begrüßt. Nach dem informativen Rundgang waren wir zu einer Verkostung der Produkte eingeladen. Auch uns schmeckten die Säfte und die Fruchtbreie sehr gut. Laut Marktanalysen sollen ungefähr 30 Prozent der Produkte nicht von Kleinkindern, sondern von Erwachsenen konsumiert werden, z. B. von Senioren mit Kauproblemen oder nach schweren Krankheiten.

SONY DSC                       Der Tag unseres Zinten-Besuches: Über die Ludwigsorter Chaussee fuhren wir durch die Stadt. Leider kann man nicht viel Neues berichten. Auf dem ehemals dicht bebauten und nun verödeten Marktplatz hat man begonnen, ein Haus zu bauen. Wollen wir hoffen, dass der Bau auch zu Ende geführt wird. Wir begegneten im Ort selbst wie immer nur wenig Menschen. Lediglich in den Kasernen spielte sich etwas Leben ab.

Am Waldbad trafen wir jedoch einige Kinder, mit denen wir auch ins Gespräch kamen. Immer noch lernt die Hälfte der Kinder die deutsche Sprache in der Schule.

Die Kirchenruine steht noch, der Turmrest ist in den vergangenen Jahren jedoch sichtlich kleiner geworden. Wir hörten , dass die Russen vor einigen Jahren bereits versucht haben sollen, den Turm umzuschieben, um ihre Kinder von waghalsigen Klettereien abzuhalten. Das ist aber nicht gelungen,

Dort, wo früher die Gärtnerei Alexnat war, bauen die Russen Gemüse und Kartoffeln an. Sie wohnen in dem einzigen Haus, das auf der Friedrichstraße noch steht. Unmittelbar daneben befand sich die Post.

Ein Spaziergang führte uns über die Schulstraße zum Wasserturm, in die Friedrichstraße und weiter zur Bahnhofstraße.

Auch in diesem Jahr wurden wir wieder durch Grenzpolizei kontrolliert. Natürlich hatten wir alle erforderlichen Bescheinigungen für das grenznahe Gebiet.

Mit dem Bus fuhren wir bis an den evangelischen Friedhof, der nur noch eine grüne Wildnis ist und hielten dort einen Moment inne.

Von hier aus gingen einige Mitreisende noch in die Jäcknitzer Siedlung, wo sie bzw. ihre Vorfahren zu Hause waren.

Über Hermsdorf, wo ebenfalls Mitreisende ihre Wurzeln haben, fuhren wir weiter. Jahrelang hatte ein Russe dort in seinem Garten den Zintener Taufstein, den wir öfter besichtigt und auch fotografiert haben. Leider hat er ihn nun verkauft. Für ihn war es nur ein Souvenir, das er zu Geld machen konnte.

Am folgenden Tag hatte jeder Mitreisende die Gelegenheit, mit dem Taxi besondere Orte aufzusuchen. So ging es zum Beispiel nach Brandenburg, Pörschken und Bladiau.

6 Responses to Heimatreise 2011

  1. Anja Fischer says:

    Hallo, meine Großeltern kommen aus Groß Klingbeck, andere Verwandte aus Zinten. Ich interessiere mich für ein Foto des Taufsteins aus Zinten. Wäre es möglich, das zu sehen? Viele Grüße, Anja Fischer

  2. Gudrun Ewald_Horton says:

    Meine Mutter ist im Februar 1937 in Zinten geboren.auch Sie musste mit meiner Oma 1945 flüchten.Vielleicht gibt es noch jemanden der die Familie Blumenau kannte Würde mich freuen wenn sich jemand melden würde.

    • Viola says:

      Liebe Frau Ewald-Horton,

      den Namen Blumenau habe ich in unserer Kartei, ob es Verwandte Ihrer Familie waren, weiß ich leider nicht. Mailen Sie mir doch bitte die Namen Ihrer Mutter und Großmutter, dann kann ich nachschauen.
      Wir verschicken zweimal jährlich Rundbriefe an unsere Landsleute. Ich könnte eine Anfrage nach Ihrer Familie stellen. Erfahrungsgemäß hat das mehr Erfolg als die Nachfrage im Internet, weil viele der alten Zintener eher kein Internet haben.
      Viola.reyentanz@yahoo.de oder reyvio@web.de
      Herzliche Grüße
      Viola Reyentanz

      • Ewald-Horton says:

        Hallo Viola Danke für Ihre Auskunft.Hier sende ich Ihnen noch ein paar einzelheite, Mein Opa hieß Erich Blumenau meine Oma Gertrud Blumenau geb.Gutzeit.Woher Sie stammte wiss ich leider nicht.Meine Mama Heisst Gisela und ist am 18.Feb.1937 geboren.Außerdem gibt es noch Irene und Jürgen.Würde mich sehr freuen wenn ich über meine Vohrfahren noch mehr erfahren könnte.M.f.G.G.Ewald -Horton

  3. Viola Reyentanz says:

    Liebe Frau Werner,

    wir freuen uns sehr, daß Sie sich bei uns gemeldet haben. Bitte schicken Sie mir Ihre Adresse auf meine E-Mail Adresse, dann schicke ich Ihnen unseren neuen RUndbrief und das Heimatblatt. Alles Weitere dann per Mail.

    Herzliche Grüße

    Ihre Viola Reyentanz

  4. Ingrid Werner says:

    Mein Vater, im Jahr 1930 geboren, hat seine Wurzeln in Zinten. Leider ist er nicht mehr so gut zu Fuß, so dass eine Reise nicht mehr in Frage kommt. Deshalb suche ich für ihn ein Bildband von früher und heute und eine Heimatzeitung, Zintener Rundbrief. Wenn dieses erhältlich ist, würde ich es sofort bestellen. Man würde ihm damit eine große Freude machen.
    m.f.G.I. Werner

Kommentar verfassen